The Goodfellas’ Smile – warum wir bewusst nicht das ganze Sortiment führen
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The Goodfellas’ Smile ist so eine Marke, bei der man ziemlich schnell zu viel einkaufen könnte.
Viele Düfte.
Verschiedene Seifenbasen.
Aftershaves.
Pre-Shave.
Hobel.
Shavettes.
Zubehör.
Und genau deshalb habe ich bei der Auswahl bewusst gebremst.
Nicht, weil die Marke zu wenig Interessantes bietet.
Sondern eher das Gegenteil.
Wenn alles interessant aussieht, muss man irgendwann entscheiden, was wirklich ins eigene Sortiment gehört.
Italienische Nassrasur – aber deutlich moderner gedacht
The Goodfellas’ Smile kommt aus Italien und verbindet klassische Nassrasur mit einem deutlich moderneren Auftritt.
Das merkt man sofort.
Die Designs sind auffälliger.
Die Düfte oft moderner.
Und das Sortiment bleibt preislich vergleichsweise zugänglich.
Genau diese Kombination finde ich spannend.
Denn nicht jeder möchte direkt mit einer sehr teuren Artisan-Seife oder einem Premium-Hobel einsteigen.
Manche wollen erstmal ausprobieren, wie weit klassische Nassrasur heute gehen kann.
Und dafür funktioniert The Goodfellas’ Smile ziemlich gut.
Warum ich nicht einfach zehn Düfte genommen habe
Weil zehn Düfte nur dann Sinn ergeben, wenn sie wirklich unterschiedlich genug sind.
Ich wollte bei uns keine fünf Sorten nebeneinanderstellen, die am Ende alle irgendwie frisch, holzig und gefällig riechen.
Deshalb haben wir bewusst sehr unterschiedliche Richtungen ausgewählt.
SOLO – eleganter und erwachsener
SOLO geht für mich klar in eine elegantere Richtung.
Frische Zitrusnoten treffen auf florale Elemente und eine warme Basis mit Sandelholz, Amber, Moschus, Tonkabohne und Vetiver.
Das ist nicht laut oder verspielt.
Eher ruhig, erwachsen und klassischer im Charakter.
Genau deshalb hat SOLO für mich einen klaren Platz im Sortiment.
Shibusa 2 – komplett andere Richtung
Shibusa 2 funktioniert deutlich anders.
Mandel, Sternanis und Zitrus treffen auf Pfirsich, Jasmin, Vanille, Tolubalsam, Moschus und Zedernholz.
Dazu kommt die Tallow-basierte Seifenrezeptur. Das unterscheidet Shibusa 2 auch technisch von vielen anderen Goodfellas-Seifen. (Rasoigoodfellas)
Für mich ist genau das interessant:
Nicht nur anderer Duft.
Andere Basis, anderes Gefühl, andere Richtung.
Abysso – frisch, aber nicht langweilig
Bei frischen Düften habe ich immer ein kleines Problem.
„Frisch“ kann alles und nichts bedeuten.
Bei Abysso funktioniert die maritime Richtung für mich deshalb gut, weil neben Zitrus und ozonischen Noten auch Holz, Moos, Patchouli und Amber dazukommen.
Dadurch wird es nicht einfach nur „blau und frisch“.
Sondern etwas strukturierter.
Chronos – moderner und fruchtiger
Chronos ist deutlich fruchtiger aufgebaut.
Grapefruit, Zitrone und Ananas machen den Einstieg, danach kommen maritime Noten und eine wärmere Holz-Amber-Basis dazu.
Für mich ist Chronos deshalb eine gute Wahl für alle, die Frische möchten, aber etwas moderner und zugänglicher.
Re Nero – dunkler und würziger
Re Nero geht genau in die andere Richtung.
Orange und Grapefruit treffen auf schwarzen Pfeffer, Patchouli, Zedernholz und Vetiver.
Das wirkt trockener, dunkler und würziger.
Und genau deshalb wollte ich Re Nero unbedingt dabei haben.
Nicht weil ich fünf gute Düfte brauchte.
Sondern weil ich fünf unterschiedliche Düfte wollte.
Rasierseife und Aftershave gehören für mich hier zusammen
Bei allen fünf Duftlinien führen wir sowohl Rasierseife als auch das passende Aftershave.
Das ist bei charakterstarken Düften für mich einfach sinnvoll.
Wenn ich eine Seife wegen ihres Duftes kaufe und sie mir gefällt, möchte ich danach nicht zwangsläufig in eine komplett andere Richtung wechseln.
Das passende Aftershave verlängert die Idee.
Und genau deshalb denke ich bei solchen Marken lieber in Duftwelten als nur in Einzelprodukten.
Dawn of Glory – nicht spektakulär, aber sinnvoll
Dawn of Glory ist eigentlich das Gegenteil der auffälligen Goodfellas-Düfte.
Das Pre-Shave-Gel ist nahezu geruchsneutral und wird vor der Rasierseife oder Rasiercreme auf die feuchte Haut gegeben.
Genau das finde ich sinnvoll.
Ein Pre-Shave soll für mich nicht gegen die Rasierseife antreten.
Es soll vorbereiten.
Mehr nicht.
Deshalb passt Dawn of Glory gut ins Sortiment, auch wenn es wahrscheinlich nie das Produkt ist, bei dem jemand zuerst denkt:
Das muss ich unbedingt haben.
Manchmal sind gerade die unauffälligen Produkte praktisch.
Und dann kommt Shibumi
Shibumi fällt komplett aus der Reihe.
Die starre Shavette orientiert sich optisch an traditionellen japanischen Kamisori-Rasiermessern, verwendet aber eine halbe klassische Double-Edge-Klinge.
Das heißt:
Kein Schleifen.
Kein Abziehen.
Keine fest geschliffene Messerklinge.
Aber trotzdem das direkte Gefühl einer offen geführten Klinge.
Für mich ist genau das der Grund, warum Shibumi ins Sortiment gehört.
Sie bringt etwas anderes hinein.
Nicht einfach noch einen Hobel.
Nicht einfach noch eine Shavette mit Klappgriff.
Sondern ein Werkzeug mit einer sehr eigenen Optik und Handhabung.
Warum wir bei Goodfellas bewusst kuratiert bleiben
Ich könnte problemlos noch deutlich mehr Goodfellas-Produkte aufnehmen.
Aber genau das möchte ich momentan nicht.
Unser Ziel ist nicht:
Möglichst viel von einer Marke führen.
Sondern:
Die Produkte führen, die im Sortiment wirklich einen Unterschied machen.
Bei Goodfellas sind das für uns aktuell:
SOLO.
Shibusa 2.
Abysso.
Chronos.
Re Nero.
Dawn of Glory.
Shibumi.
Damit decken wir sehr unterschiedliche Duftwelten, verschiedene Seifenansätze, Vorbereitung und sogar Hardware ab.
Mehr wäre möglich.
Aber mehr wäre nicht automatisch besser.
Mein Fazit
The Goodfellas’ Smile passt für mich gut zu The Gentleman’s Shave, weil die Marke mehrere Dinge gleichzeitig schafft:
klassische Nassrasur,
moderner Auftritt,
interessante Duftwelten,
unterschiedliche Produktideen,
und ein Preisniveau, das den Einstieg nicht unnötig schwer macht.
Und genau deshalb haben wir die Marke nicht komplett ins Regal gestellt.
Sondern bewusst ausgewählt.
Denn ein volles Regal ist leicht.
Ein stimmiges Sortiment ist deutlich schwieriger.