HAGS – warum diese Marke bei uns deutlich mehr Platz bekommen hat als geplant

Eigentlich wollte ich bei HAGS am Anfang gar nicht so weit gehen.

Ein paar Sorten testen.

Schauen, wie die Marke ankommt.

Und dann weitersehen.

Das Problem:

Bei HAGS findet man ziemlich schnell die nächste Sorte, bei der man denkt: Die müssen wir auch noch haben.

Und genau so ist aus ein paar Produkten inzwischen eine deutlich größere Markenwelt bei uns geworden.

HAGS ist nicht dafür gemacht, jedem zu gefallen

Und genau das finde ich gut.

Viele klassische Pflegeprodukte versuchen möglichst gefällig zu sein.

Nicht zu laut.

Nicht zu dunkel.

Nicht zu speziell.

HAGS macht teilweise genau das Gegenteil.

Ungewöhnliche Düfte.

Auffällige Namen.

Artworks, die man nicht mit einer klassischen Rasierseife aus dem Drogerieregal verwechseln würde.

Und Sorten, bei denen man durchaus sagen kann:

Entweder ich liebe das – oder es ist überhaupt nichts für mich.

Für mich ist das bei einer Artisan-Marke eher Stärke als Schwäche.

Nicht jede Rasierseife muss nach „frisch“ oder „Barbershop“ riechen

Das ist wahrscheinlich der Punkt, der mich bei HAGS am meisten interessiert.

Natürlich gibt es auch zugänglichere Düfte.

Aber HAGS traut sich regelmäßig deutlich weiter raus.

Dunkel.

Fruchtig.

Aquatisch.

Süß.

Parfumlastig.

Teilweise ziemlich ungewöhnlich.

Dadurch fühlt sich nicht jede neue Sorte wie eine leicht veränderte Version der vorherigen an.

Und genau deshalb macht es Spaß, sich durch die Marke zu testen.

Manche Sorten hätte ich selbst so wahrscheinlich nie gesucht

Das ist für mich mittlerweile ein wichtiger Punkt bei der Sortimentsauswahl.

Wenn ich nur Produkte aufnehmen würde, die exakt meinem eigenen Duftgeschmack entsprechen, wäre unser Sortiment irgendwann ziemlich einseitig.

HAGS zwingt mich da manchmal ein bisschen aus meiner eigenen Komfortzone.

Und genau das ist gut.

Denn manche Düfte funktionieren bei Kunden gerade deshalb, weil sie anders sind als das, was ich persönlich zuerst gewählt hätte.

Das ist übrigens eine der Sachen, die ich beim Aufbau des Shops lernen musste:

Mein Geschmack ist nicht automatisch euer Geschmack.

Bei HAGS gehört das Artwork für mich zum Produkt

Normalerweise sage ich:

Eine schöne Dose macht noch keine gute Rasierseife.

Bleibt auch so.

Aber bei HAGS wäre es genauso falsch, das Design komplett auszublenden.

Die Artworks gehören zur Identität der einzelnen Sorten.

Man erkennt viele Produkte sofort.

Und häufig passt die Gestaltung ziemlich gut zu dem, was einen beim Duft erwartet.

Das macht die Dose natürlich nicht besser beim Rasieren.

Aber es macht aus einem Produkt etwas, das man sich merkt.

Und gerade in einem Bereich, in dem teilweise sehr viele ähnliche Dosen nebeneinanderstehen, ist das nicht ganz unwichtig.

Entscheidend bleibt trotzdem die Seife

Denn wenn nur das Etikett interessant wäre, hätten wir HAGS nicht weiter ausgebaut.

Am Ende muss eine Rasierseife genau dort funktionieren, wo es zählt:

beim Aufschäumen,

bei der Gleitfähigkeit,

beim Schutz während der Rasur

und beim Hautgefühl danach.

Genau deshalb ist HAGS für mich mehr als eine Marke mit verrückten Designs.

Das Design holt mich ab. Die Performance entscheidet, ob die Marke bleibt.

Warum wir mittlerweile so viele HAGS-Sorten führen

Weil die Marke einen Vorteil hat, den ich bei unserem Sortiment sehr wichtig finde:

Die einzelnen Produkte können wirklich unterschiedliche Rollen übernehmen.

Eine Sorte kann dunkel und schwer sein.

Die nächste frisch und sommerlich.

Eine andere wiederum komplett über Duft und Stimmung funktionieren.

Dadurch habe ich weniger das Gefühl, einfach nur immer wieder dieselbe Seife mit anderem Aufkleber einzukaufen.

Und wenn eine neue Edition auftaucht, ertappe ich mich regelmäßig bei derselben Frage:

Brauchen wir wirklich noch eine HAGS-Sorte?

Die vernünftige Antwort wäre manchmal:

Nein.

Die tatsächliche Antwort kennt ihr inzwischen wahrscheinlich.

HAGS passt deshalb sehr gut zu unserem Sortiment

Ich möchte Marken führen, die unterscheidbar sind.

Wenn ich das Etikett abdecken würde und am Ende zehn Produkte übrig blieben, die alle dasselbe erzählen, hätte ich etwas falsch gemacht.

HAGS bringt eine eigene Handschrift mit.

Nicht nur durch die Düfte.

Auch durch Namen, Gestaltung und die Art, wie neue Sorten inszeniert werden.

Das macht die Marke für mich spannend.

Und es erklärt auch, warum wir bei HAGS inzwischen deutlich tiefer im Sortiment sind als bei vielen anderen Herstellern.

Mein Fazit

HAGS ist nicht die Marke, die ich jemandem mit den Worten vorstellen würde:

„Damit kannst du nichts falsch machen.“

Und genau das meine ich positiv.

Die Marke darf überraschen.

Manche Sorten werden sofort gefallen.

Andere überhaupt nicht.

Und bei manchen braucht man wahrscheinlich zwei oder drei Rasuren, bis man weiß, was man eigentlich davon hält.

Aber genau das ist mir lieber als Gleichgültigkeit.

Denn eine Rasierseife, die niemanden stört, aber auch niemanden begeistert, bleibt am Ende vor allem eins:

vergessen.

HAGS passiert das ziemlich selten.

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